»Was für einen Schweinkram hast du denn heute wieder gekocht?« knurrte er nur und machte sich über die Schüssel her.
»Kücken!« antwortete der Koch. Und ein eigentümlicher Blitz schoß aus seinen Augen, als er sich umwandte und ging.
»Kücken?« murmelte Zachäus vor sich hin und durchsuchte das Essen mit seinen blinden Augen. »Den Teufel auch ist das Kücken, du Lügner.« Aber es war Fleisch und Sauce.
Und er aß von dem Fleisch.
Plötzlich bekam er ein Stück in den Mund, woraus er nicht klug werden konnte. Es läßt sich nicht schneiden, es ist ein Knochen mit zähem Fleisch daran, und als er die eine Seite abgenagt hat, nimmt er das Stück aus dem Munde und betrachtet es. »Der Hund kann seinen Knochen selber behalten!« murmelte er und geht an die Thüröffnung, um es genauer zu untersuchen. Er wendet und dreht es mehrere Male. Plötzlich eilt er nach der Pritsche zurück und sieht nach der Flasche mit dem abgeschnittenen Finger, — die Flasche war verschwunden.
Zachäus schreitet hinüber nach dem Speiseraum. Leichenblaß mit verzerrtem Gesicht bleibt er in der Thür stehen und sagt, so daß alle es hören, zu dem Koch: »Sag mal, Polly, ist dies nicht mein Finger?«
Damit hält er einen Gegenstand in die Höhe.
Der Koch antwortet nicht, fängt aber an seinem Tische an zu kichern.
Zachäus hält einen anderen Gegenstand in die Höhe und sagt: »Und, Polly, ist dies nicht mein Nagel, der an dem Finger saß? Sollt' ich den nicht wiedererkennen?«
Jetzt wurden alle Männer an den Tischen aufmerksam auf die wunderlichen Fragen des Zachäus und sahen ihn staunend an.