»Der Prinz ruiniert sich keineswegs,« entgegnet Pavo. »Er arbeitet nur mit dem Gewinn des Tages. Der versteht zu spielen.«
Es verhielt sich wirklich so. Der Prinz hatte viel gewonnen; ein Diener stand fortwährend neben seinem Stuhl, um ihm Wasser zu reichen, sein Taschentuch aufzunehmen, wenn er es fallen ließ, ihm alle möglichen Dienste zu leisten, alles in der Hoffnung auf eine gute Belohnung, sobald das Spiel beendet war.
Ein großer, blasser Mann, ein dunkelhaariger Rumänier steht neben ihm. Er spielt ums Leben. Infolge der beiden letzten Dreizehn hat er eine ungeheure Summe verloren, da er eigensinnig auf seine eigene, unglückliche Einzelzahl gehalten hat. Er steht halb hinter dem Herrn von Sinvara und streckt die Hand über dessen Schulter, wenn er seinen Einsatz macht. Sein Arm zittert.
»Der junge Mann ist verloren!« sagt der Herr.
Der Sohn, Pavo, nickt und sagt:
»Verloren!«
»Bitte ihn, aufzuhalten!« fährt der Vater fort. »Sage es ihm von mir. Warte, ich will es selber thun.«
Hierauf entgegnete der Sohn, es sei nicht erlaubt, Ratschläge zu erteilen, — »ebenso wenig,« fügt er verschmitzt hinzu, »ebenso wenig, wie es erlaubt ist, nur als Zuschauer hier zu sitzen.«
Der Vater sieht ihn verwundert an. Er begreift nicht, daß in Pavos Herzen schon die Lust rast, sich am Spiel zu beteiligen.
»Hier stehen ja so viele andere, die auch nicht spielen!« wendet er ein.