Endlich kam ich an eine Hütte ohne Hund! Aus dem Fenster schimmerte noch Licht, und ich ging geradeaus hinein und bat um Obdach.
28.
Ein kleines Mädchen im Konfirmandenalter saß am Tisch und nähte, sonst war niemand in der Stube. Als ich um Obdach fragte, antwortete sie mit der größten Zutraulichkeit. Ja, sie wolle fragen, worauf sie in den kleinen Raum nebenan ging. Ich rief ihr nach, es würde mir genügen, wenn ich nur hier am Ofen sitzen bleiben dürfe, bis es Tag werde.
Kurz darauf kam das Mädchen mit ihrer Mutter zurück, die noch an ihren Kleidern band und knöpfte. Guten Abend. Sie sei nicht so recht darauf eingerichtet, jemand über Nacht zu behalten, aber ich könne gerne in der Kammer schlafen.
Und wo schlafen Sie dann selbst?
Ach, es sei ja bald Tag. Das Mädchen müsse übrigens noch eine Zeitlang nähen.
Was nähe sie denn? Ein Kleid?
Nein, nur einen Rock. Sie solle ihn morgen in die Kirche anziehen, habe es aber nicht zugelassen daß die Mutter ihr helfe.
Ich bringe meine Nähmaschine herbei und sage im Scherz, ein Rock mehr oder weniger sei keine Sache für ein Ding wie dieses hier! Ich wolle es ihr zeigen!
Ob ich etwa ein Schneider sei?