Ja, ich beobachte das Hotel. In manchen Zimmern ist Licht und mir kommt plötzlich der Gedanke, daß sie vielleicht oben an einem Fenster stehen und mich sehen könnte. Warten Sie ein wenig, sage ich zu dem Kutscher und gehe wieder ins Hotel.

Wo ist Nummer zwölf?

Im ersten Stock.

Und gehen die Fenster nach der Rathausstraße?

Ja.

Dann war es also doch meine Schwester, die mir zuwinkte, sage ich und lüge, um am Portier vorbeizukommen.

Ich gehe die Treppe hinauf, und um mir keine Zeit zu lassen wieder umzukehren, klopfe ich sofort an, sowie ich die Nummer gefunden habe. Keine Antwort. Ich klopfe noch einmal an.

Ist es das Mädchen? fragte es drinnen.

Ich konnte nicht Ja antworten, meine Stimme würde mich verraten haben. Ich drückte die Klinke nieder, die Türe war verschlossen. Sie hatte wohl befürchtet, daß ich kommen würde, vielleicht hatte sie mich auch auf der Straße gesehen.

Nein, es ist nicht das Mädchen, sage ich und höre, wie die Worte fremdartig zittern.