Die Stunden vergehen. Als ich aufwache und zur Besinnung komme, stürze ich in meiner Angst sofort ans Telephon und frage, ob Frau Falkenberg abgereist sei.

Nein, sie ist nicht abgereist.

So wollte sie also Gott sei Dank nicht vor mir fliehen, denn sie mußte meinen Brief schon seit langem erhalten haben. Nein, nur die Zeit war gestern abend ungünstig gewesen, das war alles.

Ich esse und lege mich wieder schlafen. Als ich aufwache, ist es schon Mittag vorbei, wieder eile ich ans Telephon und läute an.

Nein, die gnädige Frau ist nicht abgereist. Aber sie hat gepackt. Sie ist jetzt ausgegangen.

Sofort mache ich mich fertig, fahre gleich in die Rathausstraße und beobachte das Hotel. Im Laufe einer halben Stunde kommen und gehen viele Leute durch das Tor des Hauses, aber sie ist nicht darunter. Es ist jetzt fünf Uhr und ich gehe zum Portier hinein.

Frau Falkenberg ist abgereist.

Abgereist?

Haben Sie telephoniert? Im selben Augenblick kam sie und holte ihren Mantel. Aber ich habe einen Brief für Sie.

Ich nehme den Brief und ohne ihn zu öffnen frage ich nach dem Zug.