Mir befahl er, mich in der Nähe des Hofes aufzuhalten, während er stimmte.

Ich schlenderte umher und vertrieb mir die Zeit, manchmal, wenn ich an die Südseite des Hauses kam, hörte ich, wie Falkenberg an dem Klavier beschäftigt war und es bearbeitete. Er konnte keinen ordentlichen Ton anschlagen, aber er hatte ein gutes Gehör; wenn er an einer Saite schraubte, paßte er gut auf, daß er sie wieder genau so weit zurückschraubte, wie sie früher gewesen war. Das Instrument wurde auf die Weise wenigstens nicht schlechter als vorher.

Ich kam mit einem der Knechte des Hofes, einem jungen Burschen, ins Gespräch: Er habe zweihundert Kronen Lohn im Jahre — ja, und dann die Kost, sagte er. Um halb sieben Uhr morgens müsse er aufstehen, um die Pferde zu füttern, während der Felderbestellung um halb sechs. Arbeit den ganzen Tag über, Feierabend um acht Uhr. Aber er sei gesund und zufrieden bei dem ruhigen Leben in dieser kleinen Welt. Ich erinnere mich noch an seine schönen Zähne und an das hübsche Lächeln, mit dem er von seinem Mädchen sprach. Er hatte ihr einen Silberring mit einem goldenen Herzen darauf geschenkt.

Was sagte sie, als du ihr den Ring gabst?

Sie war sehr erstaunt, das kannst du dir denken.

Und was sagtest du?

Was ich sagte? Das weiß ich nicht. Ich sagte: Wohl bekomm’s. Eigentlich wollte ich ihr auch einen Kleiderstoff geben, aber —

Ist sie jung?

Ja. Sie schwätzt genau wie eine kleine Mundharfe, so jung ist sie.

Wo wohnt sie denn?