In den letzten achtzehn Jahren habe ich im Café gesessen und dem Kellner eine Gabel zurückgegeben, wenn sie nicht ganz rein war; hier bei Gunhild gebe ich keine Gabel zurück! Sahst du, wie Grindhusen — sage ich zu mir selbst — als er die Pfeife anzündete, sein Zündholz bis aufs äußerste ausnützte und sich doch seine harten Finger nicht verbrannte? Ich hatte beobachtet, wie eine Fliege auf seiner Hand lief, er ließ sie laufen, vielleicht fühlte er es nicht. So soll ein Mann gegen Fliegen sein ....
Am Abend nimmt Grindhusen das Boot und rudert fort. Ich schlendere am Strand entlang, singe ein wenig, werfe Steine ins Meer und ziehe Treibholz aus dem Wasser. Sterne und Mond stehen am Himmel. Nach ein paar Stunden kommt Grindhusen zurück und hat ein vollständiges Maurerwerkzeug im Boot. Das hat er sich irgendwo gestohlen, denke ich. Jeder von uns nimmt seine Bürde auf die Schulter, und wir verstecken das Werkzeug im Wald.
Dann ist es Nacht, und wir trennen uns für heute.
Am nächsten Nachmittag ist der Anstrich des Hauses fertig; um aber die Arbeitszeit ganz auszufüllen, geht Grindhusen darauf ein, den Rest der Zeit bis sechs Uhr Holz zu hacken. Ich nehme Gunhilds Boot und rudere zum Fischen hinaus, um bei seinem Fortgehen nicht zugegen zu sein. Fische fange ich keine, aber ich friere und sehe oft auf die Uhr! Jetzt muß er wohl fort sein, denke ich und rudere gegen sieben Uhr heim. Grindhusen ist schon drüben am Festland und ruft mir von dort aus Lebewohl zu.
Ein warmer Strahl durchzuckte mich, es war, als riefe mich etwas aus der Jugend, aus Skreia, ein Menschenalter zurückliegend.
Ich rudere zu ihm hinüber und frage:
Kannst du den Brunnen allein graben?
Nein, ich muß mir einen Mann dazu nehmen.
Nimm mich mit! sage ich. Warte hier, ich muß nur noch einmal zurück und abrechnen.
Als ich in der Mitte des Sundes war, ruft mir Grindhusen nach: