„Glauben Sie, daß die französische Mission eine Partei unterstützt hätte, die den Sturz der Sowjetmacht nicht anstrebte?“
„Noulens hätte es nicht getan,“ erwiderte Pascal kurz und mit Nachdruck.
„Wie war das persönliche Verhältnis Noulens’ zu den Russen?“ „Ich wies darauf schon hin, daß alle, angefangen vom Chef der Mission, bis zum letzten französischen Offizier, von den Russen mit der größten Verachtung sprachen ...“ – Eines Tages kehrte Pascal im Zuge mit Noulens nach Moskau zurück. Der Zufall wollte es, daß er mit einem russischen Soldaten in einem Wagen übernachten mußte. Als Noulens davon Kenntnis erhielt, sprach er seine Mißbilligung darüber aus, daß Pascal mit einem Bolschewiken zusammen war. Pascal bemerkte, es wäre kein „Bolschewik“, sondern ein gewöhnlicher russischer Soldat. Darauf erwiderte Noulens: „Ganz egal, ich will nicht, daß ein Russe in meinem Zuge übernachtet.“
Der Verteidiger Schubin interessiert sich für die Frage: Wie hätte sich die französische Regierung zu einem Kriege der Sowjetmacht gegen Deutschland verhalten.
Pascal erwidert:
„Der Haß der französischen Regierung gegen die Bolschewiki war so groß, daß sie kaum die ruhige Existenz dieser Macht zugelassen haben würde.“
„Wurde die östliche Front letzten Endes doch geschaffen?“ fragten den Zeugen die Verteidiger der zweiten Gruppe der Angeklagten.
„Ja, es wurde eine antisowjetistische, aber nicht eine antideutsche Front gebildet,“ erwidert Pascal.
Krylenko kommt auf die Frage der Subventionen der verschiedenen antisowjetistischen Organisationen durch die französische Mission zu sprechen.
Pascal erklärte, daß alle diese Organisationen der Sowjetmacht feindlich gesinnt waren und aus französischen Staatsmitteln unterstützt wurden. Der Sekretär Petit habe Pascal selbst mitgeteilt, welche Gruppen von den Franzosen Gelder empfingen.