Nachdem auch Vater Leinbach zu den jungen Leuten getreten war, beschloß man, da die Herbsternte bereits eingeheimst sei, so viel als möglich die Vorarbeiten für den Winter zu besprechen und zu besorgen, und als noch der junge Levan dazu kam, so ging’s rasch an die Arbeit, und schon am Abend waren alle Vorarbeiten in Scheuer, Stall und Remise besorgt, so daß man auch ohne Theodor fertig werden konnte.
Die Nacht war hereingebrochen und ermüdet ging man in die Wohnstube, wo ein gutes Essen für die Arbeiter bereit stand. Nach dem Essen ergriff Leinbach das Wort, lobte die jungen Leute wegen ihrem Vorhaben, gab denselben seinen besten Rath und bestimmte, daß sein Sohn mit nach Reading reiten sollte und Theodors Pferd wieder mit zurückbringen, da er ja doch keinen Gebrauch dafür habe. Hierauf begab man sich zur Ruhe, doch kaum war wieder der nächste Morgen angebrochen, so waren die jungen Männer auch auf den Beinen und machten sich reisefertig. Als sie in die Stube traten, um Abschied zu nehmen, war schon ein vortreffliches Frühstück aufgestellt und Vater Leinbach lud die Anwesenden zum Essen ein. Nach dem Essen übergab Mutter Leinbach Theodor ein Packet mit allem nöthigen Weißzeug, Vater Leinbach drückte ihm eine wohlgefüllte Börse in die Hand und ohne Weiteres seinem treuen Knecht sagen zu können, entfernte er sich, tief ergriffen von ihm scheiden zu müssen, und eilte in ein Nebengemach. Theodor nahm jetzt von den Uebrigen herzlichen Abschied und bald darauf eilten die drei Reiter zur Farm hinaus; Theodor mit schwerem Herzen, denn vielleicht war es das letzte Mal, daß er die Farm und seine Lieben sehen sollte.
Siebentes Kapitel.
Der Marsch nach Washington’s Armee. — Freudiges Wiedersehn. — Die Hochzeit.
Der Krieger muß zum heil’gen Kampf hinaus,
Für Freiheit, Recht und Vaterland zu streiten;
Da zieht er noch vor seines Liebchens Haus,
Nicht ohne Abschied will er von ihr scheiden: