Mad. Belmont. Wie, Herr Selicour? Sie haben es wirklich schon fertig?—In der That, ich fürchtete, daß die übeln Nachrichten—

Selicour. Welche Nachrichten?

Mad. Belmont. Von Ihrer Mutter—

Selicour. Von meiner Mutter!—Ja—ich—ich habe eben einen Brief von ihr erhalten—einen Brief, worin sie mir meldet, daß sie endlich—

Mad. Belmont. Daß sie die tausend Thaler erhalten—nun, das freut mich—

Selicour. Hätte ich sonst die Fassung haben können?—Aber, dem
Himmel sei Dank!—jetzt ist mir dieser Stein vom Herzen, und in der
ersten Freude setzte ich diese Strophen auf, die ich die Ehre gehabt,
Ihnen zu überreichen.

Mad. Belmont (zu Charlotten). Er hätte dich gejammert, wenn du ihn gesehen hättest—Da war's, wo ich sein ganzes treffliches Herz kennen lernte.—Herr Selicour, ich liebe Ihre Romanze, noch eh' ich sie gelesen.

Dritter Auftritt.

Vorige. Narbonne.

Narbonne. Selicour hier bei Ihnen! Ei, ei, liebe Mutter! Sie ziehen mir ihn von nöthigeren Dingen ab.—Er hat so dringend zu thun, und Sie beladen ihn noch mit unnützen Aufträgen.