Vor der Laube beschattet eine stattliche Linde einen kleinen Platz. Eine weiße Bank steht darunter. Und nahe dabei, im schützenden Hauswinkel, trägt ein Feigenstrauch sogar Früchte – Weinstock und Feigenstrauch: es ist eine beinahe biblische Symbolik häuslichen Glücks.

In einem anderen Winkel des Gartens macht der Weg eine kleine kokette Biegung – man steht vor einem Gitterpförtchen in der Mauer, tief unter einer hohen, fächerleicht entfalteten Akazie und hinter dichtem Gesträuch heimlich verborgen. Draußen läuft ein schmales Gäßchen zwischen Gemäuern vorbei – und das wieder ist ganz das Szenarium einer Liebesgeschichte.

Und man guckt in den Garten zurück.

Was da alles auf kleinstem Raum wächst, blüht, reift! Obstbäume stehen im Rasen. Dahinter die Weinlaube. Und rundum blüht es: goldgelbe Röderblumen und fleischigrote Begonien, Astern und Phlox, Nelken und Balsaminen. Es ist eine Fülle.


Und über all das hinweg, in das Blühen und Wachsen hinein guckt mit allen Fenstern das Haus.

Man betritt den kühlen, anheimelnden Flur – dabei kann man der Lockung nicht widerstehen und zupft beim Eintreten mal an dem Klingelzug, worauf der Flur von altväterischem Gebimmel widerhallt.

Abb. 7 Die Weberlaube