»Diese Laube alt und klein,

Soll allen Zeiten befohlen sein,

Weil hier ein heiliger Quell’ entsprang

Freischütz, der Ewigkeitsgesang.«

Ernst von Wildenbruch

Unten wohnt der biedere alte Krahmer, der Eigentümer dieses Schatzkästchens – er wohnt sozusagen in seinem Augapfel, denn wie einen solchen hütet er das Haus. Und nächst ihm verdanken wir den sorgsam und pietätvoll gepflegten Zustand des Ganzen dem Maler Heinrich Hübner, der hier seit Jahren allsommerlich bis tief in den Herbst – dann wird dieses Sommerhäuschen alt und feucht und unwirtlich – sein steinernes Berlin vergißt und künstlerisch von diesem Haus und diesem Garten und der Landschaft ringsum lebt. Er hat Vieles hinzugetragen, was – ich möchte sagen: seelisch zu der vorhandenen Einrichtung der Räume wenn auch nicht aus Webers Besitz, so doch aus der Weber-Zeit stimmt.


Webers Zimmer liegen oben im ersten Stockwerk. Eine gewundene Steintreppe führt hinauf.

Im Giebelzimmer, in das von drei Seiten Garten, Bäume und Berge hereingrüßen, wohnte das gastfreie Ehepaar.

Der Raum mit dem behäbigen, runden Tisch, den behaglichen Polsterstühlen und den edel schlichten Kirschbaummöbeln macht den Eindruck, als würde Caroline jeden Augenblick wieder eintreten und mit der Stimme der beliebten Bühnensängerin von einst sagen: Weber kommt – ich bitte die Herren um ein Weilchen Geduld.