Kein König thut mirs nach an Ruhme wie an Thaten.
Der Fürst der Grafe stirbt, es stirbt der Rittersmann,
Weil niemand, wer er sey, sich mein erwehren kann.
Dem Zuge der Fürsten folgen die Stände: der Ratsherr, der Werkmeister Hans Schickentantz mit Winkelmaß und Spitzhacke, der Soldat mit der Streitaxt, der Bauer mit dem Dreschflegel. Und, mühselig und beladen noch im Tode, humpelt hinterdrein der Bettler auf hölzernem Stelzfuß. Keiner ist dem Tode zu gut, keiner zu schlecht:
Ihr seid hier alle gleich. Wenn einer wär vom Adel,
Ein Ratsherr bei der Stadt, ein Meister ohne Tadel,
Soldat und Bauersmann, ein Mann mit einem Bein,
Noch muß er in Person mit bei dem Tanze seyn.
Auch die Frauenzier schont er nicht. Die behäbig-fromme Äbtissin, die stolzgeschmückte Fürstin mit Barbaras Zügen, die Bauernfrau mit der Gänsekiepe zwingt er gleichermaßen zum letzten Tanz. Er ist kein Frauenfreund. Barsch, ja beinahe ärgerlich, als kenne auch der Tod die Widerspruchslust der Weiber, herrscht er die Frauen an:
Und ihr müßt auch mit dran! Kein Weib aus allen Ständen