An der Elbe nach Meißen sehen wir rechts den Jungweinberg Görischgut, links die Neuanlagen Wendisch Dreia, die großen Pflanzungen Fährmann und Gasch, Rottewitz, und in Meißen die Stadtweinberge von vielen Keltbaren, die Graue und Rote Presse des Herrn Major Freude, Sörnewitz, die Neuanlagen des Kellereibesitzers Umlauft, die Neuanlage des Meißner Weinbauvereins unter Führung seines Vorsitzenden Professor Dr. Schellenberger, Landwirtschaftsrat an der Landesschule Meißen. Am Kalkberg die Rebschule des Vereins und im Spaargebirge noch eine Anzahl alter Kleinanlagen, dem Domprobst, Köhlers Weinberg am Domprobst. Links der Elbe sehen wir den neuzeitlich umgestalteten Berg des Herrn F. Schulze, Kossebaude, Zietzschmann, Leuteritz, Welda, Merbitz und eine größere Zahl bäuerlicher Altweinberge. Selbst im Osten finden wir neue Rebpflanzungen, in der Höhe des Gustav-Heims die von Herrn Professor Dr. Strebell, an der Elbe von Herrn Rittergutsbesitzer Möwes und an der Saloppe die schon tragbare Jungpflanzung von Frau Generalkonsul Wunderlich.

Aufnahme von P. Georg Schäfer, Dresden

Abb. 9 Platanengruppe an der oberen Bergstraße Oberlößnitz

Wenn hier nicht jede Anlage aufgeführt werden konnte, so zeigt der gezogene Strich, daß der Weg, den die neue Führung eingeschlagen hat, in allen Gemarkungsstadien Kernpunkte zu schaffen, recht gewesen ist. Überall beginnt neues Leben und nicht allzufern ist die Zeit, in der wir wieder alle Rebenhügel im Wein prangen sehen. Heut erfolgreicher, weil uns die Erfahrung und neueste Technik hilft, Höchsterträge zu gewinnen, ohne welche ein Weinbau in der jetzt schweren Zeit nicht möglich wäre.

Aufnahme von Kurt Nierich, Naundorf-Kötzschenbroda

Abb. 10 Schloß Seußlitz

Nicht nur Pflanzung, Bodenpflege, Schnittmethode und Düngung sind zeitgemäß und auf höchste Leistung eingestellt, auch die Kellerwirtschaft ist neuzeitlich, daneben läuft eifrige züchterische Arbeit auf Hochzucht bei der Auswahl der Zuchtpflanzen.