Abb. 11 Ehemals von Hagensches Weingut Meißen (aus dem Heimatschutz-Archiv)

Trotzdem hat der Winzer schwer um sein Brot zu kämpfen, aber er entbehrt der erfolgreichen Beispiele nicht mehr. Der Anfänger wird geführt vom ersten Spatenstich, bis er sich in seinen neu gewordenen Beruf hineingelebt hat. Hat er sich hineingefunden, dann spannt er selbst die Segel und steuert erfolgreich. Viele Neulinge stehen fragend da, auch ihnen wird geholfen. So lebt alles im neuen Weinbau, wozu nicht wenig von den Fachvereinen, dem Weinbauverein in Meißen, Vorsitzender Professor Dr. Schellenberger, in der Lößnitz der Weinbaugesellschaft, Vorsitzender Landwirtschaftsrat Weinbaulehrer Pfeiffer, die beide dem Landesverband Sachsen für Obst- und Weinbau als Bezirksvereine angeschlossen, und pekuniär in neuester Zeit auch vom Landeskulturrat, der seine Weinbauversuchs- und Lehranstalt mit Hauptrebenzüchtungsstation in Schloß Hoflößnitz unter Leitung des Landwirtschaftsrats Pfeiffer hat, betreut werden, beigetragen wird.

Abb. 12 Wohn- und Wirtschaftsgebäude auf dem Ratsweinberge in Meißen (Aus dem Heimatschutz-Archiv)

Hat auch die Landesregierung in den letzten Jahren nicht vermocht, Mittel zur Förderung des Weinbaues bereit zu stellen, so hat sie doch jederzeit regen Anteil an dem Gelingen dieser Arbeiten genommen. In diesem Jahre hat auch die Amtshauptmannschaft Dresden einen Beitrag zur Förderung des Kleinwinzerstandes eingestellt.

Abb. 13 Schloß Seußlitz mit Park (Aus dem Heimatschutz-Archiv)

Die geringe finanzielle Förderung der Weinbauanstalt und der Rebschulen hat andererseits aber den Erfolg, daß diese sich wirtschaftlich trotz kostspieliger Versuche selbst erhalten und damit zum befruchtendsten Beispiel für die Praxis werden.

Praktische Anleitung für den neuen Anbau

Von Carl Pfeiffer, Hoflößnitz