Die Doktorsgattin schlug entsetzt die Hände zusammen. »Aber ist denn das ein Verband?« rief sie. »Das kann Ihnen doch unmöglich ein Arzt gemacht haben!«

»Mein Zimmerkollege hat mir den Verband angelegt. Er ist Mediziner.« Demba sah mit Verdruß, daß seine Idee, sich Verletzungen an den Händen anzudichten, keineswegs eine sehr glückliche gewesen war. Alle Welt beschäftigte sich jetzt ausschließlich mit seinen Händen, denen er doch ein gewisses Maß von Ruhe und stiller Abgeschiedenheit hatte verschaffen wollen.

»Ich will Ihnen etwas sagen. Sie gehen jetzt zu meinem Mann hinüber und lassen sich einen anständigen Verband machen,« entschied Frau Dr. Becker.

Demba wurde bleich wie Käse.

»Das geht nicht,« stotterte er. »Ich kann doch nicht –«

»Glauben Sie nicht, daß mein Mann das besser machen wird, als Ihr Herr Kollege?«

Demba wand sich auf seinem Sessel.

»Das schon,« sagte er. »Ich möchte nur nicht die Zeit des Herrn Dozenten –«

»Ach, Unsinn!« unterbrach ihn die Frau des Arztes. »In zwei Minuten ist mein Mann damit fertig. Er wird Sie gleich vornehmen.«

Sie nahm das Hörrohr des Haustelephons, das ihr Zimmer mit dem Ordinationsraum ihres Mannes und mit der Küche verband.