Aber schon stand Demba vor ihr.
»Still!« befahl er. »Keinen Laut mehr, oder –«
Sonja verstummte. Demba drehte sich um und ging auf Weiner los.
»Was wollen Sie von mir?« rief Weiner geängstigt und machte einen Schritt zurück. »Lassen Sie mich hinaus.«
»Sie wissen sehr gut, was ich von Ihnen will,« sagte Demba.
»Was wollen Sie denn von mir? Ich kenne Sie ja kaum!« zeterte Weiner.
»Wo waren Sie gestern nachts mit Sonja?« brach Demba los. Sein Gesicht war verzerrt, Wut, Eifersucht und Schmerz hatten sein Gehirn in Aufruhr gebracht.
»Wo Sie gestern nachts mit Sonja waren, will ich wissen!«
Und Weiner, der die Mündung des Revolvers gegen seinen Leib gerichtet fühlte, – nur eines Zuckens des Fingers bedurfte es, und die Kugel bohrte sich in seine Brust, – Weiner, der sah, daß in diesem Augenblick sein Leben völlig in die Hand eines Wahnsinnigen gegeben war, lud, um sich zu retten, alle Schuld auf Sonja, klagte sie an und gab sie, ohne zu zaudern, Dembas rasender Rachgier preis.
»Das hab' ich dir zu verdanken, Sonja!« rief er. »Nur du bist an allem schuld. Hundertmal hab' ich dir gesagt –«