»So,« sagte Demba. Er wartete auf keine Nachricht mehr von der Welt unten.

»Gehen wir nicht hinein?« bat Steffi.

»Ja. Nimm den Türschlüssel aus meiner rechten Rocktasche und sperr' auf. Aber leise – leise! Es muß niemand wissen, daß ich nach Hause gekommen bin.«

Sie traten in das Zimmer. Demba versperrte die Tür und zog den Schlüssel ab.

»Also da wohnst du,« sagte Steffi leise. »Wo ist dein Freund, nicht zu Hause? Wart', ich werde Licht machen.«

»Nein! Wenn Licht im Zimmer ist, kommt gleich meine Wirtsfrau herein. Dort die Kerze auf dem Nachttischchen, die kannst du anzünden. Hast du den Schlüssel?«

»Ja. – Ich glaube.«

»Du glaubst? Was soll das bedeuten?«

»Ich hab' den Schlüssel. Gewiß hab' ich den Schlüssel,« sagte Steffi. »Gib mir die Hände her. Schau, da liegt der Brief.«

Demba riß den Umschlag auf. Der Brief war von Hübel. Er enthielt die Mitteilung, daß Dr. Rübsams goldene Uhr sich gefunden hatte. Bei der Suschitzky. Dr. Rübsam bat vielmals um Entschuldigung und stellte das Geld zurück, zweihundertsiebzig Kronen. Hiervon habe er, Hübel, sich erlaubt, fünfzig Kronen zu entlehnen. Besten Dank und bestimmt am nächsten Ersten.