Plötzlich schoß ein spitzes Etwas in ihm empor. Die beiden Wesen verdichteten sich in eines. Schwankend stand er auf.
Die Paare verschwanden in die nur durch dünne Kunststeinwände voneinander getrennten Zimmer der Mädchen.
„Katharina, Wunderbare!“ lallte, plötzlich tränennaß, der Betrunkene und griff nach der Doppelgängerin, in deren Gesicht die Ironie unverhohlenem Widerwillen gewichen war.
Gleichgültigen Blickes ließ sie das Hemd fallen.
„Deine Augen, ach, deine Augen!“
Körper stürzte sich auf Körper. Vergewaltigtes Gefühl brach durch und brüllte: „Katharina!“
Der Artillerieoffizier im Zimmer nebenan polterte auch jetzt: „Na, du kleiner Racker!“ Als ob nicht er und nicht sein Batteriechef, der ihm Vorbild war, sondern der schon seit Hunderten von Jahren verweste Urbatteriechef bei der siebzehnjährigen Blondine liege.
Das Fuchsgesicht trat in den verlassenen orientalischen Salon, horchte unbewegten Antlitzes auf die Geräusche in den vier Zimmern, öffnete das Fenster und betrachtete die in weiter Ferne im Sternenhimmel hängenden großen, leuchtenden Glasquadrate der Malerateliers, die alle im selben Stadtviertel waren.
Hinter einem dieser leuchtenden Quadrate lag, blond und schon entkleidet, Elisabeth auf dem breiten Renaissancebett ihres Geliebten, eines kleinen, geschmeidigen Südländers, blauschwarz behaart.
Als das Fuchsgesicht die Mokkatassen in den Salon trug, stand der Referendar im Zimmer schon vor dem Spiegel und zog sich ihn wieder, genau in der Mitte, von der Stirn bis zum Nacken. Das Mädchen betrachtete ihre polierten Nägel, interesselos und eiskalt den Referendar. Und er, durch den Spiegel, interesselos und eiskalt sie.