Der Schaffner kassierte. Der Nasenlose hatte kein Geld.

„Aber Jesus sprach ...“

„Dann müssen Sie aussteigen.“

Der Nasenlose, entschlossen, sitzen zu bleiben, geriet in Erregung. Er sei monatelang arbeitslos gewesen. Wenn er nicht mitfahren dürfe, komme er zu spät und erhalte die Aushilfsstelle nicht. Alle Qualen seines Lebens sammelten und verwandelten sich in Widerstand und Zorn gegen den Schaffner.

Auch der war wütend geworden, gab das Haltesignal. „Wie kann einer einsteigen, wenn er das Fahrgeld nicht hat! So etwas gibts nicht.“ Der Wagen hielt. „Wenn ich Sie ohne Schein mitfahren lasse, verliere ja ich meine Stelle.“

„Wenn einer arbeiten will!“ schrie verzweifelt der Mann und schimpfte los auf die reichen Nichtstuer, die nicht nötig hätten, zu arbeiten.

„Auf! Sie müssen aussteigen.“ Er mußte den sich Wehrenden am Arme packen und aus dem Wagen hinausdrücken.

„Aber Jesus sprach ...“ lernte das Mädchen in so großer Angst, die Hausaufgabe in der Schule nicht hersagen zu können, daß es von der ganzen Szene nichts bemerkte.

Auch Jürgen, der die Kursberichte gelesen und dabei, tief beunruhigt, an den Traum der letzten Nacht gedacht hatte, wußte nicht, weshalb des Schaffners Lippen und die Hand, die die Zange hielt, bebten. Automatisch zog er die Abonnementskarte, in die seine Jugendphotographie eingeklebt war. ‚Welch ein fürchterlicher, fürchterlicher Traum!‘

Der Schaffner war noch zornig. „Sie sollten auch einmal ein neues Bild einkleben. Das sind ja gar nicht mehr Sie.“ Er hielt die Photographie prüfend von sich weg. „Das ist ja ein ganz anderer, könnte man glauben.“