Er sank, sank, sank. Stand endlich, Beine und Füße aus Blei, auf dem Asphalt und las wieder und wieder den nur ähnlich klingenden Namen.
Alles Leben, das ganze Gewicht seines Körpers schien in den Beinen zu sein, so schwer waren sie geworden, als er sich weiterschleppte, toten Blickes.
Die Detektei erreichte Jürgen noch knapp vor Bureauschluß. Mit dem ersten Blick schätzte der Inhaber den gut gekleideten Kunden auf die Vermögensverhältnisse hin ein, bemerkte schon nach zehn Sekunden, daß der vor ihm stand, den er suchen sollte, ließ sich eine Anzahlung geben. Am Morgen hatte Jürgen zu seiner Verwunderung gegen einen Scheck, unterschrieben mit dem Namen Jürgen Kolbenreiher, anstandslos eine große Summe ausbezahlt bekommen. „Haben Sie Hoffnung?“
„Aber gewiß doch! Von der Hoffnung lebt man heutzutage ... Wie wärs mit einer Extraprämie, Herr ... Pardon, wie ist Ihr Name?“
Und da Jürgen den Kopf schüttelte: „Ich habe keinen.“
„Den wollen Sie nicht sagen, verstehe schon. Das kommt bei uns öfters vor ... Mit einer besonderen Prämie, die Sie demjenigen meiner Leute auszubezahlen hätten, der den Aufenthaltsort dieses Schuftes nachweist.“
„Er ist kein Schuft. Im Gegenteil: wir sind Schufte!“
„Erlauben Sie! Gewöhnlich sind meine Auftraggeber sehr achtbare Leute, die irgendeinen Schuft suchen lassen.“
„Glauben Sie mir, es ist genau umgekehrt.“
„Wie also sieht dieser Herr Jürgen Kolbenreiher denn nun eigentlich aus, im großen ganzen? ... Sie wohnen doch im Hotel, nicht wahr?“