„Ich habe im Hotel einen falschen Namen angegeben. Den Namen desjenigen, den ich suche. Sie verstehen?“

„Verstehe schon!“

„Ich bin nämlich ... Ach nein, ich bin nicht. Das heißt, ich wollte sagen: ich bin inkognito hier, ganz und gar inkognito ... Wie Jürgen Kolbenreiher jetzt aussieht, das weiß kein Mensch auf der Welt. Denn es ist ganz unmöglich, zu wissen, wie ich aussehen würde, wenn ich so geworden wäre, wie ich bin. Das ist ja das Hoffnungslose.“

„Nichts ist hoffnungslos. Ich habe schon schwerere Fälle mit gutem Erfolge zu Ende geführt. Beruhigen Sie sich. Nur Ruhe! Ich selbst werde den Fall bearbeiten. Und was die Extraprämie anlangt, so ist sie fällig, nachdem Sie selbst zugegeben haben werden, daß dieser von Ihnen gesuchte Jürgen Kolbenreiher gefunden ist. Welche Summe also ...?“

„Jede Summe! Meine Villa, drei Mietkasernen, ein Riesenvermögen in Wertpapieren. Nehmen Sie alles, was ich habe, und geben Sie mir dafür Ihn!“

Hinausbegleitet, verließ Jürgen das Bureau, nicht weniger Hoffnung im Herzen als der Detektiv, der, tief in Grübelei versunken, einen Bratensaucetropfen von seinem seidenen Rockaufschlag abkratzte, an die Villa, die Mietkasernen, an das Riesenvermögen dachte und keine Lust mehr hatte, des Dienstmädchens Alimentationsfall zu bearbeiten.

Jürgen stand schon vor einer Plakatsäule, an der ein roter Zettel klebte, mit der Aufschrift: ‚Es geschieht alles, was du willst, nur kehre zurück.‘ Im Auto fuhr er in das Plakatinstitut.

„Mit jedem Tausend mehr, das Sie drucken lassen, steigt die Wahrscheinlichkeit, daß Sie diesen Herrn Kolbenreiher finden.“ Der Unternehmer ließ die Augenbrauen fallen. „Das ist doch klar, nich?“

„Fünftausend? ... Zwanzigtausend?“

„Sind besser als zehntausend! Jetzt die genaue Beschreibung.“