Der grinste. „So einfach wird das nicht sein.“
Der Detektiv wurde energisch: „Sie müssen sich untersuchen lassen.“ Und der Doktor zog die Uhr. „Also, erst mal Ihren Puls, bitte.“
„Was Puls! Meinen Puls? Sind Sie nicht bei Sinnen! Puls? Wenn ich einen Puls hätte!“
„Nur los!“ rief der Detektiv, ging zu auf Jürgen, der zurückwich, die Bronzefigur vom Schreibtisch nahm.
Als der Psychiater eine halbe Stunde später mit zwei Wärtern und einem Schutzmann zurückkam, war Jürgen schon in ein anderes Hotel übergesiedelt.
Auf das Protokoll des Arztes hin wurde eine Anzahl Schutzleute ausgeschickt auf einen Streifzug durch die Hotels, Pensionen, Absteigquartiere, den Irren zu suchen, während dieser hoffnungsfroh die Stadt durchquerte, sich selbst zu suchen.
„Kennen Sie einen Herrn Jürgen Kolbenreiher? Möglicherweise trägt er – ich, selbstverständlich, weiß das nicht – einen Schnurrbart.“
Der Angeredete fragte zurück: „Verzeihung, sind Sie Schutzmann? In meinem Hotel waren nämlich heute Schutzleute, die einen entsprungenen Irren namens Kolbenreiher suchten. Viele Schutzleute durchsuchen ganz Berlin nach diesem Verrückten.“
„Viele? ... Wunderbar! Sie werden mich sicher finden.“
Getragen von Zuversicht, schritt er federnd und pfeifend auf das kleine Hotel zu, in dem er die letzte Nacht geschlafen hatte. Die Vorüberhetzenden, die Schutzleute, Chauffeure, alle blickenden Menschenaugen, alle Menschen auf der Erde suchten ihn.