„Glatter Unsinn! Direkt eleganter Blödsinn!“
„Die Jungen wollen sehen, wohin die Fahrt geht.“
Die Alleebäume flogen plötzlich nicht mehr nach rückwärts. Der Wagen hielt bei der Endstation im Knirschen der Bremsen. Stille, in die hinein ein Vogel zwitscherte.
Der Führer blieb allein zurück, setzte sich in den Straßengraben. Der Wagen stand beziehungslos in der Landschaft. Der Tag war heiß und lang gewesen.
Jürgen, schnell in Harmonie mit der Natur, wollte durch den Wald heimwärts gehen, während Adolf, zu abrupt ins Grün gestellt, unwillige Blicke den Ackerfurchen zuwarf und vorschlug, wieder mit der Straßenbahn zurückzufahren.
Die schon versinkende Sonne ließ noch Feuer aus den Fenstern der Stadt schlagen. Das sanftgewellte Land lag weit hingebreitet. Die fernen Wälder schienen nur handhoch zu sein. Der herauftönende Pfiff der Papierfabrik stieß die Arbeiter zu den Toren hinaus. Schon stand ein grüner Stern am Himmel. Liebespaare, umschlungen, gingen vorüber, der heraufkommenden Sommernacht entgegen.
„Kein Zweifel, die sind schwer verliebt. Du natürlich bemerkst das nicht.“ Adolf setzte sich mit dem Rücken gegen die Fahrtrichtung und forderte: „Sitze du auch so!“
Da fiel Jürgen ein, daß er eigentlich gegen seinen Willen zurückfuhr. „Ich sitze so.“
„Eleganter Blödsinn! Das gibst du doch zu?“
„Nein, das gebe ich nicht zu. Das gebe ich nicht zu“, sagte er noch beim Betreten der Küche vor sich hin und blickte die feuchten, vollen Schultern Phinchens an, die, im Unterrock und Hemd, glühend am Bügelbrett stand.