Während der Bäcker das Brot für sie einwickelte, entdeckte sie in einer von weißen Schußwölkchen bösartig still belebten, öden Flachlandschaft, die sie nie gesehen hatte, den Sohn, wie er mit der ihm eigenen Handbewegung sich über das rechte Auge streicht.
Und in dem Moment, da sie sagte: „Frisches Brot wäre mir lieber gewesen“, streckt der Sohn den Kopf zu weit aus dem Schützengraben heraus.
Entsetzt ließ sie das Brot auf den Ladentisch zurückfallen, preßte beide Fäuste an die Wangen und starrte; sieht, wie der feindliche Soldat auf den Kopf des Sohnes zielt.
„Jesus! Kind, wie kannst du mir . . .“
Sohn beugt sich zum Kameraden hinab.
„. . . das antun.“
Der feindliche Soldat senkt das Gewehr.
„Morgen gibt es wieder frisches Brot.“
Die Mutter verließ die Bäckerei, den Blick stier auf der Szene: der gegnerische Soldat lugt, das Gewehr wieder schußbereit an der Backe, zum hinabgebeugten Sohn hinüber.
„Wenn er sich jetzt aufrichtet. Mein Gott, wenn er sich aufrichtet . . . Allmächtiger Gott, lasse den Kameraden eine Geschichte erzählen, damit mein Sohn zuhört, sich nicht aufrichtet. Lasse den Kameraden eine Bitte aussprechen, die mein guter Sohn erfüllen wird, so daß er sich nicht aufrichtet.“