‚Am allermeisten, mehr als die graue Not ihres Lebens und mehr als ihr Selbstmordversuch, rührt mich an ihr die Spitzen-Halskrause: dieses schüchterne, mißglückte Bestreben, schön zu erscheinen‘, dachte der Philosoph.

Die Truppen näherten sich im Laufschritt. Der vorauswippende Leutnant, mit geschultertem Degen, schien nur aus einer Brust zu bestehen.

„Ob sie schießen werden?“ Der Rechtsanwalt riß den Philosophen in ein Haus. „Hat noch einen Ausgang. Durch die andere Tür kommen wir auf den Platz und näher an das Denkmal heran.“

Eine gewaltige Menschenmenge. Auf dem Sockel des Denkmals stand der Kellner.

Die beiden verstanden keines seiner Worte. Hörten nur das fanatische Bravogebrüll von der anderen Seite herüberklingen.

Hoch auf dem Maste, knapp unter dem weißviolett leuchtenden Bogenlampen-Dreistern, hing der Zwanzigjährige. Mit wilder Körpergebärde.

„Den werden sie herunterknallen.“

In der Allee stand eine lange Reihe Fuhrwerke, die den Platz nicht überqueren konnten.

Plötzlich hing an Stelle des Zwanzigjährigen hoch am Lampenmaste ein flatternder, roter Fetzen.

Das tausendfache Jauchzen wurde von den im Laufschritt ankommenden Truppen auseinandergeschnitten. Die Menge — junge Burschen und hauptsächlich Frauen mit aufgelösten Gesichtern — wich durch das dreiteilige Tor und in die Parkanlage zurück.