Alle Irren sitzen dicht nebeneinander an den vier Wänden entlang, reglos auf der Bank. Ernstes Publikum. Der Schwerverwundete wird hinausgetragen. An den Blinden vorbei. In den Operationswagen.

Die Apfelbaumallee gleitet schnell nach rückwärts. Schneller. Saust nach rückwärts. Die Stöße erfolgen schneller, heftiger. Schmerzensschreie werden laut.

Telegraphenstangen, ein vereinzelt stehendes Haus, ein pflügender Bauer, eine Scheune stürzen nach rückwärts. Die weiße Landstraße saust mit dem Zuge.

Der Irre ist schon entkleidet. Liegt auf dem Operationstisch. Wehrt sich wütend. Kann schwer gehalten werden.

Donnernd über eine Brücke, Wasser blitzt auf.

Das Blut strömt dick. Wird vom Herzen stoßweise zu den offenen Adern hinausgepumpt. Der Stabsarzt kann die Adern des Wütenden nicht abbinden. Läßt ihn festschnallen. Äthermaske.

Der Turm der Dorfkirche erscheint gleichzeitig mit dem Ertönen des langgezogenen Warnungspfiffes.

Die Mütze des herbeieilenden Stationsvorstandes leuchtet rot auf. Und während der Zug einläuft und, unter Schmerzen für die Verwundeten, heftig stoßend allmählich auf ein Nebengeleise rangiert wird, ist der Stabsarzt schon mitten in der blutigen Arbeit.

Der Zug steht.

Jetzt erst vernehmen die still werdenden Bauernkinder das laute, vielstimmige Stöhnen.