„. . . Nichts Besonderes . . . Den Tee hast du fein gemacht . . . Ich geh übrigens diese Woche noch zu ihm.“

„Dein Bild ist doch nicht fertig . . . Und überhaupt.“

„Nein“, sagte Grünwiesler und schob die Lippen schief lächelnd vor, wodurch beim rechten Mundwinkel ein kleines, schwarzes Löchlein entstand, als ob die Oberlippe zu breit wäre. „Aber ich muß ihn wieder einmal sehen . . . Er ist ein sehr bedeutender Mensch.“

„Pf!“ machte Oldshatterhand verächtlich. „. . . Zeig mir einmal den Brief.“

„Den Brief? . . . Ich hab ihn zerrissen . . . Weißt, in den Bach hab ich ihn geworfen.“

„Du hast den Brief noch!“ fuhr Oldshatterhand auf. „. . . Immermann hat wieder schlecht über mich geschrieben.“

„Nei . . . n“, sagte Grünwiesler langgezogen, wie wenn er das Mißtrauen Oldshatterhands bedauerte.

„Sei nur still! . . . Ich weiß schon.“

„. . . Ich will dir einmal was sagen: Immermann spricht über niemand etwas Schlechtes . . . Nur was wahr ist, sagt er . . . oder was er denkt . . . So ist Immermann nicht.“

„Du lügst! Ich seh dir’s an.“