„Das seh ich jetzt selbst ein . . . Aber es kann einem leid tun. Wir haben schöne Stunden miteinander verlebt.“
„Meinethalben . . . Du kannst ja tun, was du willst.“
„Nein, nein!“ rief Grünwiesler ängstlich. „. . . Ich meinte ja nur so . . . Ich hätt nur gern erst noch seinen Akt gezeichnet. Er hat einen wunderschönen Akt . . . Aber gequält hat er mich ja auch.“
„Weil du ein gutmütiger . . . fast hätte ich gesagt — Tölpel bist. Bei sich lacht er natürlich über dich, nachdem er dich ausgenützt hat.“
„. . . Du meinst, er hält mich für einen Tölpel?“
„Was denn?“
„Schluß! Dann aber Schluß!“ schrie Grünwiesler in plötzlicher höchster Wut.
„Talent hat er ja . . . Gott, Talent haben viele. Aber daß ein Subjekt mit dieser Gesinnung nicht in unsern Kreis gehört, das wirst doch auch du einsehen.“
„Christinus . . . mir ist jetzt alles klar. Den ganzen Sommer hat er von mir gelebt, hat mich ausgenützt. Aber ich kenn ihn jetzt.“
„Verstehst du, wenn ich mir einen Kreis lieber Menschen gebildet habe, dann lasse ich so jemand eben nicht herein . . . Gott, wir wollen ganz einfach nicht. Und damit fertig . . . Aber, lassen wir uns doch die Stimmung nicht länger verderben.“