„Du hast recht.“

„Gehen wir ein bißchen tiefer in den Wald hinein, dann rezitiere ich dir mein neues lyrisches Gedicht.“

„Oh, das wäre wunderbar“, sagte Grünwiesler und legte Immermann die Hand auf die Schulter. So verschwanden sie zwischen den Tannenstämmen.

„Ich werde das Gedicht auch malen . . . Ein zartes Mägdlein kommt drin vor, einsames Waldesrauschen und ein romantischer Ritter . . . Siehst du das Bild?“

„Oh, das ist wunderbar.“

Sie setzten sich ins Moos. Ein Specht hämmerte neben ihnen am Tannenstamm. „Pst . . . dort“, flüsterte Grünwiesler.

Immermann begann sein Gedicht herzusagen, zuerst flüsternd, dann lauter. Entzückt horchte er auf seine Stimme und mußte aufstehen. Die Arme ausgebreitet, sprach er stark und hingegeben die letzte Strophe.

Grünwiesler lauschte; die Worte wurden ihm zu Bildern. Gepackt sah er zu Immermann empor.

„Siehst du die Kompositionen?“

„Oh, sie sind wunderbar . . . Zu so etwas fehlt’s mir an Phantasie“, sagte er traurig.