Oldshatterhand stieß heimlich Grünwiesler an, der in der Mitte ging, die Augenbrauen in die Höhe zog und beiden die Hand auf die Schulter legte. So gingen sie weiter.

Oldshatterhand wurde lustig. „Wir lassen das alte Häuschen ganz umbauen, machen eine Lambrie aus braungebeiztem Eichenholz ums ganze Zimmer herum, und darauf stellen wir gemalte Teller, alte Krüge und Zinngeschirr . . . Es muß natürlich auch ein Obstgarten dabei sein.“

„Waaas Häuschen? Dazu gehört Geld. Habt ihr denn Geld zu einem Haus?“

„Wir haben Geld. Es kommt eben darauf an, wer sich ein Häuschen kaufen will . . . Es kommt nur darauf an, ob man das Recht dazu hat.“ Oldshatterhand lachte siegesbewußt. Grünwiesler lachte in sich hinein und drückte Oldshatterhand die Schulter.

„Das Recht hätte ich auch. Aber kein Geld.“

„Wir haben aber Geld, weil wir das Recht dazu haben. Das können Sie nicht verstehen.“ Oldshatterhand reckte sich auf und stemmte die Hände in die Hüften. „Jetzt essen wir, und dann wollen wir weiter sehen . . . Ich habe aber gar nicht mehr so viel Geld, um ein Mittagessen kaufen zu können.“

Grünwiesler sah Oldshatterhand liebevoll an. „Du bist eingeladen.“

Sie traten in den Schelling-Salon ein, wo viele essende Studenten saßen, und setzten sich an einen runden Tisch mitten ins Lokal.

Die beiden aßen schon an ihrem Menü zu achtzig Pfennig; Oldshatterhand hatte keinen Appetit, suchte immer noch auf der Speisekarte und bestellte eine Hummermayonnaise. Die kostete eine Mark dreißig Pfennig. Grünwiesler sah den Maler Bratmund an. Der lächelte verstohlen.

„Wir werden immer im Häuschen leben und kolossal arbeiten.“