„Haarschneiden — Herr Benommen?“
„Nein . . . Heute nur rasieren.“
„Wie die Zeit vergeht! Ihren Vater rasierte ich dreißig Jahre lang, und noch Ihren Großvater. Und jetzt sind Sie auch schon so weit. Ja, man wird alt“, sagte Herr Rein und ließ lächelnd das Messer über die sanfte Haut des Hauptmanns gleiten.
Strahlend kam der bleiche Kapitän zurück und fragte seine Leute unwirsch, ob er gut rasiert sei und ob ihn denn der Rein nicht geschnitten habe.
Der Vater Oldshatterhands schritt vorüber, im peinlich sauber gebürsteten Sonntagsanzug und mit glänzend gewichsten Stiefeln. Die Räuber grüßten verlegen. Herr Vierkant legte seinen Zeigefinger an den Hutrand und lächelte. Sonntags war Herr Vierkant immer in bester Laune. Ein feines Stäubchen von seinem Ärmel schnellend, schritt er weiter.
Die Bande eilte hinaus zum Sanderrasen.
Ein schneidender Pfiff ertönte: „Nieder mit der Tyrannei“, und heftiges Keuchen. Sein dünnes Stöckchen über dem Haupte schwingend, kam der Schreiber nachgerast.
Beim Pferdemetzger Rücken blieben sie stehen. Auf das Ladenschild war der dampfsprühende Kopf eines Rennpferdes gemalt.
Der Duckmäuser stand vor dem Laden, biß in sein Stück Pferdewurst und betrachtete dabei die Würste im Schaufenster.
Der König der Luft wieherte wie ein Pferd und schlug aus. Der Duckmäuser hörte auf zu kauen.