„Herrgott, wie man Pferdemetzger werden kann“, sagte der Schreiber. „Begreift ihr das? Sein ganzes Leben lang von allen Menschen so verachtet sein. Ich sag euch, das ist fast so, wie mit den Juden, die kleine Christenkinder schlachten und das Blut in die Mazze verbacken.“

„Der Jud Meierheim soll’s getan haben.“

„Schwindel! Das weiß ich ganz genau, daß das überhaupt niemals ein Jud getan hat . . . du Rindvieh!“

„I . . . i hahaha!“ wieherte der König der Luft.

Der Duckmäuser legte seine Wurst auf den Mauervorsprung.

„Ein Pfeeerdemetzger . . . was soll man jetzt dazu sagen“, rief der Schreiber und erschrak, denn er hatte Herrn Metzgermeister Rücken bemerkt, dessen mächtiger Oberkörper in den kleinen Fensterausschnitt über dem Laden gepreßt war. Auf die kolossalen Unterarme gestützt, blinzelte Herr Rücken über die Bande weg in den Himmel und ließ das Grauen der Räuber auf sich wirken.

„Ohaho! Pferdewurst? Ich fresse so viel ihr wollt. Jawohl!“ sagte überzeugend der Schreiber.

Zögernd griff der Duckmäuser wieder nach seiner Wurst.

Der Sanderrasenplatz war von alten Bäumen umstanden. Wenn nicht Soldaten darauf exerzierten, legten die Bürgersfrauen die Wäsche zum Bleichen auf. Diesen Sonntag produzierte sich ein Schnelläufer auf dem Rasen.

Um den Platz herum zog sich ein schwarzer Saum erwartungsvoller Menschen — ein weißes Kleid hier und da, der Farbfleck einer Bluse.