„Wer gibt mir was für die Wurst?“ fragte der Duckmäuser zaghaft.

Nachdenklich blickten die Knaben auf die Leberwurst über dem Zeigefinger. Winnetou bot nach langem Besinnen einen Pfennig, zog aber die Hand, mißtrauisch geworden, sofort wieder zurück, als er die Wurst wirklich so billig bekommen sollte. „Gelt, es ist etwas nit richtig mit der Wurst?“

„Sie ist ganz frisch, vom Metzger Fritz. Die andere hab ich schon gegessen.“

„Sag erst: Auf Ehr und Seligkeit; sonst glaub ich’s nit.“

„Auf Ehr und Seligkeit, die Wurst ist frisch.“

„Winnetou, jetzt kannst sie kaufen“, riet man ihm.

Winnetou kaufte die Leberwurst, richtete das Gesicht zum Himmel und wollte sie in den Mund gleiten lassen.

„Halt! Fasttag!“ schrie der Duckmäuser und lachte. „Fasttag ist heute. Sonst hätte ich meine Wurst selber gegessen.“

Bestürzt streckte Winnetou die Wurst zurück.

Aber der Duckmäuser nahm sie nicht.