Die Alte war schlafen gegangen.

„Setze Sie sich und esse Sie was“, sagte der Wirt zu seiner Kellnerin und lächelte.

Der Trainsoldat schnallte seinen Säbel um und ging fort.

„Jetzt!“ rief der bleiche Kapitän.

Die Räuber legten eilig das Geld auf den Tisch und stürmten zur Wirtsstube hinaus. Der Schreiber, müde und bleich, als Letzter.

Vor dem „Spitäle“ stand der Soldat, summte: „Als die Römer frech geworden“, und stieß dazu mit seinem langen Säbel den Takt aufs Pflaster.

Es war schon fast hell. Die Sandsteinheiligen der Brücke standen dunkel gegen den Himmel.

Der bleiche Kapitän wünschte, daß seine Leute zurückblieben, ging allein auf den Soldaten zu und sagte: „Sie sind doch der . . . von der Kegelbahn! He? . . . Zu fünft über einen einzelnen herfallen, das könnt ihr . . . He?“

Der Soldat legte die Hand an den Griff seines Säbels.

„Laß nur dei Brotmesserle stecke. Das rat ich dir im Guten.“ Und plötzlich zuckte die Hand des bleichen Kapitäns nach dem Griff; er riß den Säbel aus der Scheide und raste, von der ganzen Bande gefolgt, mit hocherhobenem Säbel davon, die Felsengasse hinauf, auf den dunklen Schloßberg. So schnell war das gegangen, daß die Bande, ehe der Soldat das Geschehene begriffen hatte, schon weg war.