Oldshatterhand wurde blutrot.
„Was bist du!“
„Ein st . . . stotterndes Ka . . . Ka . . . Kamel.“
„Was reibst du denn! Schafskopf!“ schrie unvermittelt der Meister den ältesten Lehrjungen an und biß auf seine Unterlippe. „Geht doch zum Teufel! . . . Eselsbande!“
Das Mädchen schmiegte sich an ihren Vater an und lächelte höhnisch. Die Jungen entfernten sich lautlos.
Oldshatterhand ging durch die Kaiserstraße. Vor einer Feinbäckerei blieb er stehen, sah die Kuchen an und schloß manchmal die Augen, um besser riechen zu können; denn von unten aus dem Keller, wo der Backofen war, stieg durch das eiserne Gitter der warme, süße Kuchenduft.
Oldshatterhand hatte es schlecht getroffen im Leben. Sein Vater war ein armer Mann. Und vom Schultyrannen Mager war Oldshatterhand zum Tyrannen Tritt geraten.
Nach einem letzten lüsternen Blick auf die Kuchen machte er sich auf den Heimweg.
Vor ihm ging langsam ein Fremder und betrachtete die alten Häuschen. Er hatte einen Gummimantel an. Oldshatterhand blickte auf ihn, ging unauffällig um ihn herum, und immer wenn der Fremde stehen blieb, blieb auch Oldshatterhand stehen, sah auf das Häuschen, auf den Fremden zurück. Seine Wünsche glitten aus der verhaßten Gegenwart in die Zukunft. Seine Sehnsucht ließ ihn zum Fremden werden.
„Bitte schön, wo ist die Domstraße?“ fragte der Fremde einen Bürger und ging in der angezeigten Richtung fort.