Oldshatterhand, dessen Mund gerade über die Tischplatte reichte, zog einen langen Dolch, den zu tragen verboten war, aus der Hintertasche und schnitt die Spitze einer großen Zigarre ab. „Leih mir zwölf Pfennig“, bat er den bleichen Kapitän. „Ich hab nix mehr und möcht noch a Glas Bier trink.“

„Du bist mir noch vierzehn Pfennig vons letztemal schuldig. Ich hab selber nix.“

Leise ging der Gymnasiast zur Tür hinaus und kam, vom säbelbeinigen Wachtmeister begleitet, gleich wieder zurück. „Dieser ist’s.“

„Komm mal da her zu mir.“

Der bleich gewordene Oldshatterhand — er hatte beim Eintritt des Wachtmeisters sein Dolchmesser schnell zwischen Kanapeesitz und Lehne gesteckt — ließ geringschätzig die Lippen hängen und fragte angstbleich und frech: „Was wollen Sie denn von mir?“

„Gehst raus! Malefizlausbub!“

Der Wachtmeister befühlte Oldshatterhands Taschen von außen. „Wo hast’s denn?“

„Ich weiß ja gar nit, was Sie wollen.“

„Einen ganz langen Dolch hat er“, rief der Gymnasiast.

„Jetzt leerst glei dei Tasche aus.“