Das Herz begann stark zu klopfen. Er legte beruhigend die Hand darauf, schloß langsam die Augen; die Atemnot ging schnell vorüber. Eine wunderbare Freude zog in ihn ein, verband ihn mit dem Dichter, der ihn in freudigem Staunen ansah.
Ihre Unterhaltung war, jenseits aller Logik, blitzend und neu. Sie allein standen leuchtend hell, von schwerem Dunkel umgeben. Ihre hellen Hände sprachen mit. Da sahen sie einander noch einmal herzlich an, mit einem jenseitigen Lächeln der ungeheuersten Liebe. Dann empfand der Einäugige sanften, wiegenden Frieden und schlief ein.
Zur selben Zeit, da der Wärter das Essen in die Zelle brachte, wurde der Einäugige tot in seinem Lehnstuhl gefunden.
„Er weiß vielleicht gar nichts davon,“ flüsterte der Dichter im Rücken des Wärters, „aber ich sehe es seinem Gesicht an, daß er denkt: zu was denn dem noch Essen geben.“
Auch an der Art, wie er das Geschirr auf den Tisch stellte und auf die Tür zuging, glaubte der Dichter zu bemerken, daß der Wärter es für überflüssig halte, ihm noch Essen zu geben.
Der Wärter war schon sehr alt und sprach selten ein Wort.
„Wann . . . ist es denn?“
„Was?“
„. . . Wann?“
„Morgen früh.“