„Ich kenne einen Menschen, der nicht schlechter ist als Sie und ausgerechnet hat, daß er vierzehn Jahre lang jährlich drei- bis fünfmal Mittagessen hatte.“
„Man siehts Ihnen an. Sie sollten Eisen nehmen.“
Der Dichter unterdrückte seinen Zorn und lächelte wirklich. „Um mir Appetit zu machen, den ich nicht stillen kann.“ Da sah er, daß der Doktor mit Verlegenheit kämpfte, und der Gedanke, den Doktor um Geld zu bitten, verursachte auch ihm Verlegenheit. So sahen sie einander an.
„Da rede ich große Worte, und zum Schluß schrumpft das Ganze zu dem Verlangen zusammen, Sie anzupumpen.“
„Aber ich bitte Sie, der Selbsterhaltungstrieb gibt Ihnen recht . . . schließlich. Lassen Sie mal gut sein. Kommen Sie rüber zu mir. Sie sind mein Gast. Fertig!“
Der Dichter rief wütend: „Warum sagen Sie nicht wieder: Papperlapapp!“
Und der Doktor lächelte zufrieden, warf das Kinn zur Brust, die Arme seitwärts. „Der Kampf ums Dasein . . .“
„Ist eine von den Menschen erfundene Gaunerei! Der Planet kann alle erhalten, die er hervorbringt.“
„Planet! Planet! Ihnen fehlts nur an gesundem Menschenverstand“, sagte der Doktor und legte dem Dichter die Hand väterlich auf die Schulter.
Der trat flammend zurück. Und der Zorn in seinen Augen wurde sichtbar zu Hohn. Er sagte deutlich: „Da erlaubt sich eine kleine Minderheit, den Verstand von Abermillionen so krank zu machen, daß sie in ihrem Elend am Ende schon glauben, das Elend müsse sein. Und für diese die Erde verdunkelnde Niedertracht nimmt die Minderheit den gesunden Menschenverstand in Anspruch.“