„Von einer . . . was?“
„Hure!“
„Hören Sie, eigentlich schlafe ich schon.“
„Man könnte sich ja sagen: schließlich hat auch die Hure Augen!“ schrie der Dichter.
„Gott, mag der Kerl sich meinetwegen aushalten lassen“, rief der Doktor ärgerlich. „Das ist ja nichts Neues.“
Und der Dichter flüsterte: „Dann würden wir eben einander wert sein, meint er . . . Für den gesunden Menschenverstand ist die Lösung einfach. Aber ich, aber wir, wir, wir alle, wir betteln noch lieber die Hure an als den gesunden Menschenverstand.“
Automatisch griff er nach Mantel und Hut und verließ das Haus.
Es war gegen zwölf Uhr nachts. Der Kurfürstendamm war fast menschenleer und unwirklich hell vom Schnee.
Der Dichter sah auf den Bettler, der, gegen die Gartenmauer gelehnt, im Schnee saß und eintönig die Ziehharmonika spielte.
Ein überelegant gekleidetes Straßenmädchen warf ein Geldstück in den Hut des Bettlers, der sein Spiel unterbrach und ein anderes Lied zu spielen begann: