Die Liiiiiebe ist das Schönste,

Das Schönste auf der Welt.

Das Straßenmädchen blieb stehen, schimpfte wütend zum Bettler zurück.

„Weshalb verhöhnen sie denn Ihre Wohltäterin mit diesem Liede?“ fragte der Dichter.

Und der Blinde richtete die leeren Augenhöhlen fragend in die Höhe.

Ein vages Glücksgefühl ergriff den Dichter. „Das Schööööönste auf der Welt“, sang die Ziehharmonika. Und als er das elegante Mädchen eingeholt hatte, sagte er: „Sie, er ist blind.“

Das gewohnheitsmäßige Anbietungslächeln erschien auf ihrem gepuderten Gesicht.

„Wir haben uns getäuscht, er ist blind“, sagte er eindringlich. „So etwas macht der nicht. Der gehört ja zu uns.“

Lächelnd nahm er sie bei der Hand und scherzte: „Der gesunde Menschenverstand brächte das fertig. Glauben Sie nicht?“

Sie begann, ihn abschätzend zu mustern.