Da ging er schnell davon, bis zum Platz, wo das ihm bekannte Straßenmädchen wohnte. Aus dem Nachtcafé unten im Hause klang die neueste Operettenmelodie.

Sie öffnete selbst. Ihr weißseidener Schlafrock stand vorne offen. Und als sie den Dichter erkannte, fuhr sie ungeniert fort, prüfend ihre linke Brustwarze zu drücken. „Seit einer Woche habe ich Schmerzen. Sehen Sie . . . den blauen Fleck.“

Er versuchte zu scherzen: „Was haben Sie denn da wieder angestellt?“

„Das hab doch ich nicht angestellt.“ Lachend zog sie ihn ins rote Zimmer. Auch die Ampel war rot. Und das unberührte rote Himmelbett war geöffnet.

Plötzlich lag sie wie eine müde Katze zusammengerollt auf der Ottomane. Ihre Kniekehlen ruhten im Ellbogengelenk. „Das macht der immer.“

„Was?“

„Mit meiner Brust . . . Und danach verlangt er immer etwas ganz Unglaubliches von mir . . . Meinetwegen.“

Der Dichter sah in die Ecke. — Und da will ich Geld von ihr verlangen. „Es gibt Sachen, die unmöglich sind.“

„Gott, nein.“

„Was! Hab ich etwas gesagt?“