Da trat der Gerichtspsychiater ein.
Und fühlte dem Dichter den Puls, fragte ihn noch einmal dasselbe wie bei der ersten Untersuchung, um eventuelle Widersprüche feststellen zu können.
„Nein, meine ganze Familie ist gesund.“
„Ich? . . . Höchstens Schwächezustände wegen Unterernährung.“
Der Wärter stand bei der Tür.
„Geschwister, alle gesund? Keines gestorben?“
„Gestorben? Nein. Meine Schwester hat Selbstmord begangen.“
„Das haben Sie mir das letzte Mal verschwiegen . . . Weshalb tat sie denn das, bitte?“
„Man nimmt an, sie sei verunglückt — beim Baden ertrunken . . . Ich glaube, sie tat es aus Scham, weil der Lehrer ihr die Röcke hinten hochgehoben und sie auf den nackten Körper geschlagen hat, mit seiner Hand . . . vor der ganzen Klasse.“
„Und deshalb? . . . Im allgemeinen ist das für ein Kind kein Grund, sich das Leben zu nehmen . . . Eine Krankheit lag nicht bei ihr vor?“