Mit einem ganz kleinen, starken Lächeln: „Alles, meine Herren!“ Sie setzte sich.

Der Staatsanwalt betonte die Unglaubwürdigkeit der nicht vereidigten Zeugin. Und der Dichter sah zu, wie eine Schar Tauben vom gegenüberliegenden Dachfirst aufflog, ihn umkreiste und sich wieder in die Frühlingssonne niederließ. Ein Tauber blähte sich und stolzierte wippend einer Taube nach, die immer wieder davonrannte.

„Von was haben Sie denn nun eigentlich in Berlin gelebt, all die Jahre?“ fragte der Vorsitzende, als die wiedereintretenden Zuschauer stillsaßen.

Der Dichter sagte: „Das ist schwer zu erklären . . . Ich weiß es selbst nicht.“

Und antwortete nachdenklich noch einmal: „Ich kanns wirklich selbst nicht sagen.“

Der Vorsitzende ließ Augen und Hand verwundert fragen.

Und der Staatsanwalt formulierte kurz seine Ansicht dahin, daß die Geldquelle bei diesem oder bei irgendwelchen anderen Straßenmädchen zu suchen sei. „Der Heiratsantrag ist der schlagendste Beweis dafür.“

„Kurzum . . . es ging Ihnen offenbar sehr schlecht?“

„Also. Da fahren Sie in Ihre Heimatstadt . . .“

„Weil mir so furchtbar zumute war.“