„. . . Ich muß doch meine Mutter noch einmal sehen.“
„Meine Mutter kann ich doch jetzt nicht ansehen!“
„Jetzt ist sie einmal da . . . Hat die weite Reise gemacht.“ Des Wärters Hände sanken wieder langsam zu den Schenkeln.
„Wann . . . sterbe ich denn?“
„Ja . . . das weiß ich noch nicht.“
„. . . Einmal noch muß ich doch meine Mutter sehen.“
Mit langgezogenem „O“ schrie er dem Wärter nach: „Halt! Unmöglich!“
Da stand sie unter der Tür, mit ihrer schwarzen Mantille, einem Kapotthut, der mit Bändern unterm Kinn festgebunden war. Wie ihre vergrößerte Photographie, die der Dichter schon als Kind gekannt hatte. Nur das gestickte Reisesäckchen war nicht mit auf dem Bilde.
Das kann doch auch der Teufel nicht wollen, dachte er und wollte zurückweichen, ging auf sie zu, da sie sich ihm näherte.