Daniel! drohte ihm die Mutter!
Ich wollte dem Vater zu einem heiligen Christe sparen.
Wovon denn? fragte sie.
Du hast mir ja immer gebracht — Du weißt schon was! sagt’ er.
Guter Junge, rief die Mutter sich besinnend. Ja! die Wirthin hat mir gesagt, Du verkauftest die Weintrauben und Pfirsiche, die ich Dir aus den Weinbergen Abends immer mitgebracht, und lauertest auf der Schwelle auf jeden Fremden und Reisenden, ob er nicht zu Deinem Schemel, zu Deinem Schüsselchen komme? — Und Du hast keine gegessen?
Mutter! sagte Daniel.
Christel beugte sich zu ihm, und Daniel war still an ihrem Halse.
Da hielt ein Wagen vor dem Hause, Stimmen riefen: heraus!
Christel sprang hinaus an den Wagen.
Johannes reichte ihr die linke Hand über die Leiter, das Stroh war blutig. — Das Volk schießt auch gegen die Treiber, anstatt dem Wilde nach, wie blind und rasend! sagte der Fuhrmann; als ob gar Niemand mehr in der Welt und im Dickicht wäre als ein lumpiger Hase! oder noch weniger bedeute! Aber das muß geschossen sein, wenn auch gefehlt und dennoch getroffen. Hier kann er nicht bleiben. Faßt nur an! Zum Klagen ist danach schon Zeit! —