»Seid ruhig, Mann,« unterbrach ihn mit einer heisern, keuchenden Stimme Arenhövel, der hoffnungsvolle Sohn des trunkfälligen Vaters, »das hülfe Euch doch nicht; mir hat der Doktor was von affiziertem Kehlkopforgan vorgesprochen und ins Protokoll setzen lassen, daß ich frei bin — widerrufen könnte er's doch nicht mehr jetzt! Aber seid gescheit, Maul halten werden wir schon!«

»Ich bitte es mir aus,« sagte Espenbeck; »ihr wißt, was darauf steht, und werdet weder euch noch mich unglücklich machen wollen.«

VI.

Unterdes rollte der Wagen mit den Herren der Kommission davon.

»Wie haben Sie mich warten lassen, Doktor!« sagte der General, »aber was ist Ihnen, Herr, Sie sehen ja aus so blaß wie eine Leiche?«

»In der Tat,« bemerkte der Regierungsrat; »ist Ihnen nicht wohl, Doktor?«

Der Adjutant sah mit einem stummen Blick auf Gotthard herab — er sagte nichts.

Der kalte Schweiß trat Gotthard unter dem Einfluß dieses Blickes auf die Stirn — er zog sein Tuch hervor und stotterte dabei:

»Es wird vorübergehen — ein wenig Übelkeit ... vielleicht vom Fahren!«

»Nicht doch, das tut der Qualm von all den Menschen, in dem wir aushalten mußten; es war furchtbar, in dem Saale eine Atmosphäre zum Ersticken!« bemerkte der General.