„Sie sprechen nicht wie ein Ausländer“, sagte Martha.

„O, ich stamme aus Deutschland, bin freilich schon in der Jugend nach den Vereinigten Staaten gegangen, und hätte gewiß meine Muttersprache verlernt, wenn ich mich nicht mit meinen Nachbarn Eichhorn und Kraus in St. Joseph grundsätzlich nur deutsch unterhielte.“

Kraus! St. Joseph! Ach, das mußte Siegfrieds Onkel sein!

„Stammt Ihr Nachbar Kraus aus Sachsen?“

„Ja wohl, aus der Nähe von Leipzig.“

Marthas Herz klopfte, sie konnte kaum sprechen.

„Ich kenne einige Glieder seiner Familie; geht es ihm wohl?“

„Sehr wohl“, sagte der Nachbar. „Er hat vor etwa fünf Jahren in seinem Alter noch geheiratet und hat jetzt zwei prächtige Buben.“

Es wurde Martha schwer, weiter zu fragen; aber die Qual der Ungewißheit war zu groß.

„Ich hörte, er habe sich seinen Neffen nachkommen lassen!“