„Schmerzlich, Fanny, oder betrübt! Siehst du, was uns der liebe Vater im Himmel schickt, das kann wohl schwer und bitter für uns sein, aber schändlich gewiß nicht!“
„Das verstehe ich nicht, du sprichst ganz wie Margaretchen!“
„Wer ist Margaretchen?“
„Ach, die alte Näherin, die manchmal kommt; sie sitzt dann dort in der Nebenstube und speist mit mir! Die sagt auch, Gott habe mich lieb! Aber warum läßt er mich denn krank werden?“
„Das wirst du auch noch einmal erfahren, Fanny! Jetzt können wir das noch nicht wissen!“
Das Mädchen kam jetzt, deckte den Tisch und setzte Thee und kalte Speisen auf.
„Werden Sie hier essen?“ fragte Fanny gespannt.
Martha nickte.
„Das ist schön! Katharine ging dann immer hinüber in die Gesindestube und kam nicht eher wieder, bis der Thee ganz kalt war.“
Martha betrachtete sich die Sache: „Ich werde deinen Rollstuhl dicht an den Tisch heranbringen, das ist gemütlicher für uns beide. Du sagst mir jetzt, wie du die Butterbrötchen am liebsten hast, so richte ich sie dir ein. Meinst du nicht, daß so ein weiches Ei und etwas roher Schinken dir wohlthun würde? Siehst du, ich bin hungrig von der Reise, mir wird es auch schmecken. Aber erst wollen wir beten.“