Nach langem Nachdenken und Disputieren war man endlich einig geworden, daß das Kücken zu der Pute sollte – zu der mit den Bronzefedern natürlich, nicht zu der grauen – und daß die Familie es sogleich der Lehrerin vorstellen wolle.
Hahn, Henne, Großmutter Langshan und die gelbe Tante mit den Federn an den Beinen begleiteten das Hühnchen.
»Es soll vor allem richtig gackeln lernen,« begann die Großmutter und betrachtete die Pute mit ihrem rechten Auge. Über das linke hing der Kamm; sie gebrauchte es selten und sparte es für Notfälle auf. »Dann soll es in allen Pflichten unterrichtet werden, die ein Huhn von Familie kennen und ausüben muß: im Eierlegen, im Brüten, im treuen Führen der Jungen.«
»Versteht sich,« sagte die bronzene Pute; »das lernt es alles am besten bei mir.«
»Es soll Untertänigkeit gegen seinen künftigen Gebieter lernen,« befahl der Hahn.
»Natürlich, das lernt es alles am besten bei mir,« sagte die Pute mit den Bronzefedern.
»Es soll lernen, sich mit den anderen Hennen vertragen; denn das ist sehr wichtig,« empfahl Mutter Henne und kratzte sich unter dem rechten Flügel.
»Versteht sich, das lernt es am besten bei mir,« antwortete das Bronzehuhn.
»Ich glaube, Sie sind dumm,« sagte die gelbe Tante mit den Federn an den Beinen.
»Das bin ich,« sagte das große Geschöpf und gluckste; »aber gerade darum kann ich die Kücken so gut in ihre Pflichten einführen: sie werden nicht abgelenkt.«